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6 effektive Tipps, wie Sie erfolgreiche Werbetexte schreiben

 
Funktionierende Werbetexte sind essentiell und unerlässlich, damit Sie Ihre Zielgruppe erfolgreich erreichen. Und wie schreiben Sie Werbetexte?
Natürlich mit Sprache. Doch welche Sprache sollten Sie verwenden, damit sie auch funktioniert? Na die, des Verstehens!
 
Damit Sie den vollen Nutzen aus den 6 effektivsten Schreibtipps ziehen können, habe ich Ihnen das wichtigste Vorwissen des Sprachursprungs kurz zusammengefasst:
  • Das wichtigste Vorwissen über den Sprachursprung

    Machen wir dafür einen kleinen Zeitsprung zurück in das Jahr 1710, indem G.W. Leibniz mit seinen Überlegungen zur Herkunft der Sprache erstmals eine große Diskussion über die Evolution der Sprache auslöst. Damals wird zunächst nach dem "Ursprung" der Sprache gefragt, da die Frage nach einer Evolution gerade erst aufkommt. Fakt ist: der ohne Zweifel berühmteste Text aus dieser Zeit ist J.G. Herders Abhandlung über den Ursprung der Sprache von 1722.
    Herder stellte eine hochinteressante Theorie über den Sprachursprung auf:

    – Der Mensch steht als ein noch nicht sprechender Ur-Mensch der Welt gegenüber

    – Tiere haben von der Natur gegebene Instinkte um das Leben zu bewältigen,
       hingegen hat der Mensch nur die eine Fähigkeit: die Besonnenheit
       (die allgemeine Fähigkeit zum Denken und das Bedürfnis "kennenzulernen")


    – Da begegnet der Ur-Mensch einem Lamm. Er nimmt es als weich, sanft und wollig
       wahr. Dann gibt das Lamm einen Laut von sich, der tief in die besonnene Seele
       des Ur-Menschen dringt. "Das Lamm kommt wieder. Weiß, sanft, wollig – die Seele
       [des Ur-Menschen] sieht, tastet, besinnet sich, sucht Merkmal – es blöckt, und nun
       erkennt sie es wieder. 'Ha, du bist das Blöckende!' fühlt sie innerlich."
        – Herder, Abhandlung über den Sprachursprung, 1722


     Zusammengefasst: 
    Erst besinnt sich die Seele des Ur-Menschen und nimmt wahr. Dann erinnert sie sich und lernt zu erkennen. Und der erste Gedanke den der Mensch hat, wenn seine Seele erkennt, ist Sprache.

    ..diese Erkenntnis leitet uns direkt zu unserem ersten wertvollen Tipp, um erfolgreiche Werbetexte zu schreiben

1. Schreiben Sie, wie Sie sprechen

Denn Gedanken und Sprache haben den gleichen Ursprung. Ganz easy: Sprache ist verstanden, wenn sie verständlich ist. Verkomplizieren Sie Ihre Werbetexte nicht durch zu komplexe Wort- und Satzkonstellationen. Vermeiden Sie, dass sich der Leser Ihren Text selbst verständlich machen muss ... falls er zu diesem Zeitpunkt nicht schon aufgehört hat zu lesen.

 

2. Schreiben Sie persönlich an Ihre Zielgruppe

Damit Sie erfolgreich die richtigen Menschen erreichen, schreiben Sie an das Herzstück Ihrer Zielgruppe. Vermeiden Sie Ihre Texte verallgemeinert zu schreiben. Beabsichtigen Sie nicht so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Zielen Sie darauf ab, die richtigen Menschen zu erreichen.

 

3. Bauen Sie eine gute Beziehung zum Schreiben auf

Sehr empfehlenswert ist es hier eine Routine aufzubauen. Lassen Sie das Schreiben zu einer Gewohnheit werden. Dafür schreiben Sie möglichst immer zur gleichen Zeit und lesen zum Einstieg einige Minuten lang Ihre letzten Notizen durch.

 

Ich erinnere hier gern an das abendliche Zubettgehen. Ihr Körper weiß, dass gleich geschlafen wird und stellt sich bereits aus Gewohnheit darauf ein, und Sie kommen zur Ruhe.
Durch eine Routine beim Schreiben vermeiden Sie das Aufkommen von Blockaden oder des Gefühls "Jetzt nicht bereit zu sein".

 

4. Verstehen Sie, was zu tun ist

Stellen Sie eine klare und sinnvolle Gliederung auf. Um Ihr Werbeziel zu erreichen, verstehen Sie das Kaufverhalten Ihrer Zielgruppe. Orientieren Sie sich dafür an dem Grundmodell der Werbewirksamkeit. Bereits 1898 entwickelte der Amerikaner E. Lewis die, sich bis heute bewährende AIDA-FORMEL:

  1. (A) Attention = Aufmerksamkeit erregen
  2. (I) Interests = Interesse wecken
  3. (D) Desire = Wünsche und Begierde erzeugen
  4. (A) Action = Kaufentscheidung herbeiführen

Bedenken Sie, dass Werbung von einem Sender-Empfänger-Modell ausgeht, das die Kommunikation als Prozess auffasst. Sehr empfehlenswert ist hier die 1948 aufgestellte Formel des amerikanischen Kommunikationswissenschaftlers H.D. Lasswell. Sie zeigt ein Modell für die Massenkommunikation und setzt sich zusammen aus dem Sender, der eine Botschaft mit Hilfe eines Kanals an einen Empfänger richtet, der wiederum auf diese Botschaft reagiert. Verinnerlichen Sie Lasswells Kernfrage:
Wer (sagt) was (zu) wem (in) welchem Kanal (mit) welchem Effekt?

Liefern Sie daher auf folgende Fragen immer eine Antwort:

 

– Wer sagt ...? (Sender, Kommunikation)
– Was ...? (Botschaft, Inhalt)
– Zu wem ...? (Empfänger, Zielgruppe, Rezipient)
– In welchem Kanal ...? (Medium, Werbeträger)
– Mit welchem Effekt ...? (Reaktion, Wirkung)

 

5. Begeistern Sie Ihren Leser

Fangen Sie Ihren Leser ein, indem Sie seine Aufmerksamkeit erlangen und aufrecht erhalten. Dies kann Ihnen bereits durch ein optisch stimmiges und ansprechendes Schriftbild gelingen, jedoch geht es in erster Linie um die Funktion, sprich um den Inhalt.
 

(Seien Sie wie ein sehr guter Optiker, der für Sie die schönste Brille heraussucht, sich aber immer vor Augen hält, dass sie zu 100% funktional sein muss. Denn selbst die schönste Brille ist nutzlos, wenn sie nicht die korrekte Stärke hat.)

 

Unerlässliche Tipps, dass Ihre Botschaft vom Empfänger schnell verstanden wird:

 

– Fassen Sie sich kurz (Wiederholungen vermeiden, kürzen und zusammenfassen)
– Benutzen Sie Hauptsätze, vermeiden Sie Nebensätze, denn diese halten den Lesefluss
   auf und verursachen Denkschleifen
– Sagen Sie's wie's ist! Vermeiden Sie unnötige Verneinungen, denn wir verstehen immer
   leichter, wie etwas ist, als, wie etwas nicht ist
– Kreieren Sie ein freundliches Schriftbild, das zum Lesen einlädt und nicht abblockt

 

6. Prüfen Sie sich selbst

Lesen Sie sich Ihren Text selbst vor, am besten laut. Haben Sie alles verstanden? Hat sich bei Ihnen Interesse für das Produkt entwickelt und konnte sich Ihre Aufmerksamkeit aufrecht erhalten? Falls ja, prima! Einen haben Sie bereits überzeugt: Sich selbst.
Überzeugen Sie jetzt noch Ihre Zielgruppe!

 

Zusammenfassung:

Sie haben einen erfolgreichen Werbetext geschrieben, wenn sich Ihr Produkt verkauft. Sie verkaufen Ihr Produkt mit höherer Wahrscheinlichkeit, wenn Ihr Text verstanden wird. Hilfreich ist es hier so zu schreiben, wie man spricht.

Erreichen Sie nicht möglichst viele Menschen, erreichen Sie die richtigen Menschen, und zwar Ihre Zielgruppe. Verbinden Sie Schreiben mit Freude, entwickeln Sie dazu eine Schreib-Routine. Kennen Sie das Kaufverhalten der Käufer (AIDA-FORMEL) und machen Sie klar wer was zu wem in welchem Kanal und mit welchem Effekt sagt. 

Laden Sie Ihren Leser mittels freundlichem Schriftbild ein und erhalten sie seine Aufmerksamkeit aufrecht, indem Sie leserfreundlich schreiben. Zuletzt prüfen Sie Ihren Werbetext und feilen solange daran, bis er zum Kauf Ihres Produkts überzeugt.

Phoebe Gornowicz

Phoebe Gornowicz

Designerin